Anti-Laufmaschen-Guide

Nichts ist ärgerlicher als eine Laufmasche direkt beim ersten Anziehen. Feine Strumpfhosen und Stay-ups sind zarte Textilien, die etwas Fingerspitzengefühl erfordern. Mit der richtigen Technik und ein paar einfachen Tricks verlängerst du die Lebensdauer deiner Nylonliebe-Produkte enorm. Hier ist unser Guide für ein laufmaschenfreies Styling.

1. Die richtige Vorbereitung

  • Schmuck ablegen: Bevor du in deine Strumpfhose schlüpfst, solltest du Ringe, Uhren und Armbänder ablegen. Spitze Kanten sind Laufmaschen-Verursacher Nummer eins.
  • Gepflegte Hände und Füße: Raue Hautstellen, eingerissene Fingernägel oder unebene Fußnägel verfangen sich schnell in den feinen Maschen. Ein bisschen Handcreme vorab wirkt Wunder!
  • Achtung bei Bodylotion: Wenn du deine Beine eincremst, lass die Lotion vollständig einziehen, bevor du die Strumpfhose anziehst. Wichtig bei Halterlosen: Hier an den Oberschenkeln komplett auf Creme verzichten, sonst rutscht das Silikonband!

2. Richtig anziehen: Rollen statt ziehen!

  • Komplett aufrollen: Greife mit beiden Daumen in das Bündchen und rolle das Bein der Strumpfhose komplett bis zur Fußspitze auf, sodass du quasi nur noch ein kleines "Röllchen" in der Hand hältst.
  • Am Fuß beginnen: Setze die aufgerollte Fußspitze an deinen Zehen an und ziehe sie sanft über die Ferse. Das Fußteil muss perfekt sitzen, bevor du weitergehst.
  • Stück für Stück: Rolle die Strumpfhose nun gleichmäßig und ohne Gewalt am Bein nach oben. Vermeide es, den Stoff langzuziehen. Wenn es hakt, rolle lieber noch mal ein Stück ab und streiche den Stoff sanft glatt.

3. Der Geheimtipp für mehr Haltbarkeit

  • Der Gefrierfach-Trick: Es klingt verrückt, aber es funktioniert! Mache deine neue Strumpfhose vor dem allerersten Tragen leicht feucht, packe sie in einen Gefrierbeutel und lege sie über Nacht ins Eisfach. Am nächsten Tag schonend bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Die Kälte zieht die feinen Fasern zusammen und macht das Material deutlich widerstandsfähiger.
  • Baumwollhandschuhe: Wenn du oft Probleme mit Laufmaschen hast, probiere es beim Anziehen mit feinen Baumwollhandschuhen (aus der Drogerie). So bleibst du garantiert nirgends hängen.

Erste Hilfe: Was tun, wenn es doch passiert ist?

Wenn sich doch einmal ein kleines Loch oder eine Masche gelöst hat: Ruhe bewahren! Um zu verhindern, dass die Masche weiterläuft, hilft der bewährte Klarlack-Trick. Tupfe einfach einen kleinen Tropfen transparenten Nagellack (oder alternativ Haarspray) direkt auf die Enden der Laufmasche. Das verklebt die Fasern und stoppt den Riss sofort.